Jurymitglied

Die in Dublin geborene Mezzosopranistin ANN MURRAY hat mit den großen Dirigenten an den führenden Opernhäusern auf der ganzen Welt gearbeitet. Ihre Interpretationen von Händel, Mozart und Britten sind seit Jahrzehnten u.a. am Royal Opera House Covent Garden, an der Mailänder Scala, an der Hamburgischen Staatsoper und der New Yorker Metropolitan Opera bekannt. Sie verfügt über ein breit- gefächertes Konzert- und Liedrepertoire. Ihre musikalische Ausbildung erhielt Murray bei Frederick Cox am Royal Manchester College of Music. 1997 erhielt die Irin zum goldenen Thronjubiläum von Königin Elisabeth II. den Ehrentitel DBE (honorary Dame Commander of the Most Excellent Order of the British Empire). 1998 wurde sie zur Kammersängerin der Bayerischen Staatsoper München ernannt. 

Jurymitglied

Die in Burghausen/Bayern geborene Sopranistin Birgid Steinberger studierte in Salzburg, Hannover und Basel. Ihr Operndebüt gab sie bei den Heidelberger Schlossfestspielen als Despina in Mozarts „Così fan tutte“. 1990 war sie Preisträgerin des Internationalen Hugo-Wolf-Wettbewerbs in Stuttgart. Seit 1993 gehört Birgid Steinberger dem Ensemble der Wiener Staats- und Volksoper an. Neben ihren Opernengagements hat sie sich auch als Liedinterpretin im In- und Ausland einen Namen gemacht und trat u. a. in Wien, Paris, St. Petersburg, Stuttgart, Köln und New York auf. Die Künstlerin ist Professorin für Lied und Oratorium am Konservatorium der Stadt Wien.

Jurymitglied

Der britische Pianist Graham Johnson zählt zu den renommiertesten Liedbegleitern unserer Zeit. Er hat mit namhaften Sängern wie u.a. Peter Schreier, Elisabeth Schwarzkopf, Ian Bostridge, Brigitte Fassbaender, Matthias Goerne, Thomas Hampson, Angelika Kirchschlager, Marjana Lipovšek, Christoph Prégardien zusammen gearbeitet. Zu seinen besonderen Verdiensten zählt die Einspielung sämtlicher Schubert-Lieder bei Hyperion Records. Ähnliche Projekte entstanden auch für das Liedschaffen Robert Schumanns und Gabriel Faurés. Graham Johnson lehrt als Professor für Liedgestaltung an der Guildhall School of Music und ist seit vielen Jahren Juryvorsitzender des Wigmore-Hall-Liedwettbewerbs.

Jurymitglied

Robert Holl wurde in Rotterdam geboren und absolvierte dort auch seine Studien bei Jan Veth und David Hollestelle. 1971 gewann er den 1. Preis beim Internationalen Gesangswettbewerb von s’-Hertogenbosch, 1972 den 1. Preis beim ARD-Musikwettbewerb in München, wo er auch bei Hans Hotter studierte. Von 1973 bis 1975 war der Bass-Bariton Mitglied der Bayerischen Staatsoper München, danach war er zunächst vorwiegend als Konzertsänger tätig. Seit den späten 1980er Jahren widmete er sich wieder verstärkt der Oper und trat unter Claudio Abbado, Nikolaus Harnoncourt und Franz Welser-Möst in Partien wie Sarastro (Die Zauberflöte), Commendatore (Don Giovanni) und Don Basilio (Il barbiere di Siviglia) an der Wiener Staatsoper, der Oper Zürich und dem Théâtre de la Monnaie Brüssel auf. Insbesondere als Wagner-Interpret wurde der Künstler seit den 1990er-Jahren international bekannt. So war er bei den Bayreuther Festspielen wiederholt als Hans Sachs (Die Meistersinger von Nürnberg), Gurnemanz (Parsifal) und als König Marke (Tristan und Isolde) zu erleben. Daneben hat sich Robert Holl weltweit einen Namen als Konzert- und Liedsänger gemacht und zahlreiche Tonträgeraufnahmen eingesungen. Er ist künstlerischer Leiter von „Schubertiaden“ in Holland und Österreich und wurde 1990 zum österreichischen Kammersänger ernannt. Seit 1998 ist er ordentlicher Professor für Lied und Oratorium an der Universität für Musik und darstellende Kunst in Wien.

Jurymitglied

Der Pianist und Liedbegleiter Wolfram Rieger stammt aus Waldsassen in der Oberpfalz und studierte bei Erik Werba und Helmut Deutsch in München. Er war und ist langjähriger Klavier­partner von Sängergrößen wie Brigitte Fassbaender, Juliane Banse, Barbara Bonney, Thomas Hampson, Olaf Bär, Dietrich Fischer-Dieskau, Matthias Goerne, Peter Schreier und Michael Schade. Seine rege Konzerttätigkeit führte ihn in fast alle Teile der Welt. Außerdem ist der Pianist regelmäßig als Kammermusikpartner des Cherubini-Quartetts, des Petersen-Quartetts sowie des Vogler-Quartetts zu erleben. Seit 1998 hat er eine Professur für Liedgestaltung an der Berliner Hochschule für Musik „Hanns Eisler“.

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Der Vorsitzende der Wettbewerbs-Jury 2012, Kammersänger Prof. Peter Schreier, gehört zu den bedeutendsten Sängern des 20. Jahrhunderts. Nach einem Gesang- und Dirigier-Studium in Dresden debütierte er 1959 in Beethovens Fidelio. Danach stand er von New York bis Mailand, von Berlin bis Wien auf den wichtigsten Opernbühnen der Welt und wurde international mit zahlreichen Auszeichnungen bedacht. Als Lied- und Oratoriensänger konzertierte der Tenor in allen bedeutenden Konzertsälen der Welt und erarbeitete eine umfangreiche Discografie. Seit 1979 wirkte Peter Schreier auch als Dirigent renommierter Orchester. Insbesondere die Werke Johann Sebastian Bachs und Wolfgang Amadeus Mozarts bildeten und bilden einen Schwerpunkt seiner künstlerischen Arbeit. Als Vorsitzender des Künstlerischen Beirats und Träger der Hugo-Wolf-Medaille 2011 ist Peter Schreier der Internationalen Hugo-Wolf-Akademie besonders eng verbunden.

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Seit 1967 ist der Schweizer Bariton Kurt Widmer ein gefragter Konzert- und Oratorien­sänger, der weltweit unter namhaften Dirigenten zu hören war. Regelmäßig gastierte er bei den Festivals und Festspielen in Luzern, Salzburg, Wien, Zürich, London, Montreux, Donaueschingen und Ludwigsburg. Sein Repertoire reicht von klassischen Messen und Oratorien bis zum zeitgenössischen Lied, und seine Einspielungen wurden mit verschiedenen Schallplattenpreisen ausgezeichnet (u.a. Deutscher Schallplattenpreis bzw. Preis der deutschen Schallplattenkritik). Kurt Widmer leitete viele Jahre eine Ausbildungs- und Konzertklasse an der Musikhochschule Basel und gibt zahlreiche Meisterkurse im In- und Ausland.