Jurymitglied

BRIGITTE FASSBAENDER wurde in Berlin geboren und studierte Gesang bei ihrem Vater, Kammersänger Willy Domgraf-Fassbaender. Sie debütierte an der Münchener Staatsoper und ersang sich dort im Laufe der Jahre alle bedeutenden Partien ihres Faches. Sie gastierte an allen führenden Opernhäusern der Welt und arbeitete mit den großen Dirigenten unserer Zeit. Konzert und Liedgesang nahmen im Laufe der Jahre den größeren Raum in ihrem musikalischen Schaffen ein. Über 200 Schallplatteneinspielungen liegen vor. 1995 beendete Brigitte Fassbaender ihre Gesangskarriere, um sich ganz der Regie zu widmen, der seit 1990 ihr Hauptinteresse gilt. Sie stellt sich inzwischen mit über 40 Inszenierungen im In- und Ausland vor. Außerdem ist sie eine gefragte Gesangspädagogin und unterrichtet in Meisterkursen. Von 1995 – 1997 war sie für zwei Interimsjahre Operndirektorin am Staatstheater Braunschweig, 1999 bis 2012 war sie Intendantin des Tiroler Landestheaters. Von 2009 bis 2017 hatte sie die Leitung des Richard-Strauss-Festivals in Garmisch-Partenkirchen inne. Außerdem ist sie künstlerische Leiterin des Eppaner Lied Sommers. Im März 2013 wurde Brigitte Fassbaender für ihre besonderen Verdienste um die Liedkunst mit der Hugo-Wolf-Medaille ausgezeichnet.

 

 

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Die gebürtige New Yorkerin SUSAN MANOFF gehört zu einer der gefragtesten Liedpianistinnen ihrer Generation. Neben ihrer Arbeit in diesem Bereich widmet sie sich mit ebenso großer Leidenschaft der Kammermusik. Sie tritt regelmäßig bei internationalen Festivals auf (z.B. in Aix-en-Provence, Verbier, Braunschweig, Lugano, Montpellier und Salzburg) und ist an renommierten Konzerthäusern wie dem Concertgebouw, der Carnegie Hall, dem Wiener Konzerthaus, der Wigmore Hall sowie Konzert- und Opernhäuser in ganz Frankreich zu Gast. Zahlreiche Einspielungen entstanden für die Labels Naïve, Decca, Virgin, Arion, Valois und Aparte. Manoff war stellvertretende Chorleiterin an der Opéra de Paris und hat derzeit eine Professur am Conservatoire National de Musique et de Danse in Paris. 

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Die in Burghausen/Bayern geborene Sopranistin BIRGID STEINBERGER studierte in Salzburg, Hannover und Basel. Ihr Operndebüt gab sie bei den Heidelberger Schlossfestspielen als Despina in Mozarts „Così fan tutte“. 1990 war sie Preisträgerin des Internationalen Hugo-Wolf-Wettbewerbs in Stuttgart. Seit 1993 gehört Birgid Steinberger dem Ensemble der Wiener Staats- und Volksoper an. Neben ihren Opernengagements hat sie sich auch als Liedinterpretin im In- und Ausland einen Namen gemacht und trat u. a. in Wien, Paris, St. Petersburg, Stuttgart, Köln und New York auf. Seit 2001 ist die Künstlerin Professorin für Lied und Oratorium am Konservatorium der Stadt Wien, seit 2010 ist sie Universitätsprofessorin für Gesang am Institut für Kirchenmusik an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien.

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Der Bariton OLAF BÄR begann seine musikalische Ausbildung im Dresdner Kreuzchor. Nach dem Gesangstudium an der Hochschule für Musik »Carl Maria von Weber« in Dresden und dem Gewinn des Ersten Preises beim Walther-Gruner-Wettbewerb für Deutsches Lied in London begann seine internationale Karriere auf dem Konzert- und Liedpodium. Tourneen führten ihn dabei in alle bedeutenden Musikzentren Europas und Amerikas sowie nach Australien, Neuseeland und Japan. Der Sächsischen Staatsoper Dresden war Olaf Bär viele Jahre eng verbunden. Operngastspiele führten ihn in einer Vielzahl großer Partien, vor allem aber als Mozart- und Strauss-Sänger, an die bedeutendsten Bühnen und zu Festivals in aller Welt. Zahlreiche Arien-, Lied- und Operngesamteinspielungen für führende Labels wie EMI, Decca und Philips dokumentieren seine sängerische Arbeit. Seit 2004 hat Olaf Bär eine Professur für Liedgesang an der Musikhochschule in Dresden inne.

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Der in München geborene Tenor WERNER GÜRA absolvierte sein Studium am Mozarteum in Salzburg. Nach Opern­gastspielen in Frankfurt und Basel wurde er 1995 Ensemblemitglied der Semperoper in Dresden, wo er mit den großen Partien seines Stimmfachs in Opern von Mozart und Rossini zu hören war. In wichtigen Mozart-Partien gastierte er zudem an der Staatsoper Berlin, an der Opéra National de Paris, La Monnaie in Brüssel, am Teatro Carlo Felice in Genua, bei den Innsbrucker Festwochen für Alte Musik und im Festspielhaus Baden-Baden. Als Konzert- und Oratoriumsänger steht Werner Güra regelmäßig auf den wichtigen Konzertpodien Europas und der USA. Er arbeitete unter der Leitung renommierter Dirigenten wie Claudio Abbado, Riccardo Chailly, Sir Colin Davis, Thomas Hengelbrock, René Jacobs, Marek Janowski, Fabio Luisi, Kurt Masur, Roger Norrington und Nikolaus Harnoncourt zusammen. Seine zahlreichen Solo-CDs wurden u.a. mit dem „Diapason d’or“ und vom Grammophone Magazine mit dem „Editor’s Choice“ ausgezeichnet. Ebenfalls wurden einige Einspielungen mit dem BBC Music Magazine Award 2011 und dem ECHO Klassik Preis 2012 honoriert. Seit 2009 unterrichtet Werner Güra Gesang an der Musikhochschule Zürich. 

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Der britische Pianist GRAHAM JOHNSON zählt zu den renommiertesten Liedbegleitern unserer Zeit. Er hat mit namhaften Sängern wie u.a. Peter Schreier, Elisabeth Schwarzkopf, Ian Bostridge, Brigitte Fassbaender, Matthias Goerne, Thomas Hampson, Angelika Kirchschlager, Marjana Lipovšek, Christoph Prégardien zusammen gearbeitet. Zu seinen besonderen Verdiensten zählt die Einspielung sämtlicher Schubert-Lieder bei Hyperion Records. Ähnliche Projekte entstanden auch für das Liedschaffen Robert Schumanns und Gabriel Faurés. Im September 2014 erschien Graham Johnsons dreibändiges und mehrere tausend Seiten umfassendes Werk über das Liedschaffen von Franz Schubert "Franz Schubert - The Complete Songs". Johnson lehrt als Professor für Liedgestaltung an der Guildhall School of Music und ist seit vielen Jahren Juryvorsitzender des Wigmore-Hall-Liedwettbewerbs.